Sonntag 27 Mai 2018

Das Schulgebäude hat schon viel erlebt

Am 01.06.1896 wurde der Grundstein zum Schulgebäude der damaligen KNABEN-DOPPELSCHULE gelegt. Die feierliche Einweihung erfolgte am 06.01.1898.

Das Schulhaus befindet sich "voll auf der Höhe der Zeit. Neue, geschmackvolle Einrichtung, einheitliches Licht in allen Räumen, vorzügliche Ventilation und Heizung, der stimmungsvolle Festsaal, der Zeichensaal, das Schulbad, die Turnhalle und der geräumige Schulhof bedeuten einen gewaltigen Fortschritt..." (nach Bartelt, 1. Rektor der Mittelschule).

Auf dem Gebäude wurde die öffentliche Uhr mit Schlagwerk angebracht.

Im Jahre 1901 gab man erstmalig Englischunterricht. Ab 1905 wurde die Einrichtung des 9. Schuljahres genehmigt.

 

Während des 1. Weltkriegs herrschte starker Mangel. Die Schüler wurden zum sparsamen Umgang mit Papier und zum Sammeln von Nahrungs- und Futtermitteln zur Linderung der Kriegsnot aufgerufen. In den Wintern kam es wegen Kohlemangel zur Schulschließung. Turnhalle, Fest- und Zeichensaal dienten längere Zeit als Massenquartiere für Soldaten.

In den zwanziger Jahren erhielt die Schule einen Sportplatz mit Bahnen und Sprunggruben. Die Turnhalle wurde mit Umkleide- und Duschräumen erweitert.

Während der NS-Zeit wurde die Schule in "KNABEN-VOLKSSCHULE-NEURUPPIN" umbenannt. Laut Anordnung vom Januar 1940 ist jedem Entlassschüler ein Ahnenpass auszustellen. Wegen Kohlenmangels wurde in allen Neuruppiner Schulen verkürzter Unterricht erteilt. Am 23. August kann der Unterricht nach den Sommerferien wegen Belegung des Schulhauses und der Turnhalle von Teilen des Einsatzbataillons nicht fortgesetzt werden. Die "Organisation Todt" (faschistische Abteilung zur Errichtung kriegswichtiger Anlagen) hielt ab Mai 1944 einen Teil der Schule besetzt. Der Unterricht wurde durch wiederholten Luftalarm sehr beeinträchtigt.

Am 1. Oktober 1945  wurden 360 Schüler in 6 Klassen eingeschult. Es fehlten Tintenfässer, Fensterscheiben, in der Turnhalle waren die Sprossenwände abgesägt, auf dem Schulhof lag noch immer der Brandschutthaufen der Küchenbaracke, die auf dem Schulhof stehende Schulbaracke wurde als Pferdestall genutzt. Am 8. Oktober übernahm Herr Lankenau die Leitung der Schule mit 1500 Schülern in 27 Klassen und mit nur 14 Lehrern. Große Teile des Schulgrundstücks wurden von der sowjetischen Armee beansprucht. 1946 wurde das Schulgebäude wieder freigegeben, die Turnhalle jedoch zum Lagern von Saatgetreide benutzt. Die Aula war Durchgangslager für Flüchtlinge. Die Einheitsschule wurde eingeführt mit Russischunterricht ab Klasse 5 und Abschlussprüfungen am Ende des 8. Schuljahres. 37 Klassen mussten 1948 bei steigender Schülerzahl auch am Nachmittag unterrichtet werden. Die Prügelstrafe wurde 1949 ausdrücklich verboten. Im August 1949 erhielt die Schule den Namen ALEXANDER PUSCHKIN.

1959 nahm die Schule ersmals seit ihrem Bestehen Mädchen auf. Die Polytechnische Oberschule und der Unterrichtstag in der Produktion wurden eingeführt. Ein Flachbau entstand für den Werkunterricht. 1965 begann der Aufbau der zehnklassigen Polytechnischen Oberschule durch die Weiterführung leistungsstärkerer Schüler.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Puschkinschule zunächst Gesamtschule mit Grundschulteil, dann Realschule und jetzt Oberschule. Schulgebäude, Nebengebäude und Außenanlagen erhielten eine umfassende Sanierung, Modernisierung und Erweiterung.

Zur Zeit lernen in unserer Schule etwa 300 Schüler der Klassenstufen 7-10 in 12 Klassen. Sie werden von etwa 25 Lehrern und Lehrerinnen betreut und unterrichtet.

Kontakt Adresse

Oberschule Alexander Puschkin

Puschkinstr. 5b
16816 Neuruppin

Tel.: 03391 458460 
Fax.: 03391 4584620

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