Donnerstag 15 November 2018

Christoph Rickels war bis zu seinem 20. Lebensjahr ein fröhlicher junger Mann, sportlich und allseits beliebt. Ein einziger Augenblick sollte jedoch sein Leben verändern: Bei einem Diskoabend lud er ein Mädchen auf ein Getränk ein und wurde vom eifersüchtigen Freund niedergeschlagen, so dass er mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Das Resultat: ein Leben mit einer schweren Behinderung, in dem er jedoch niemals aufgegeben hat.IMG 1857

Genau das teilte er den rund 100 Schülerinnen und Schülern aus den 8. - 10. Klassen mit: Ein Macker zu sein, hat nichts mit "cool sein" zu tun, auf Schwächere einzuschlagen genauso wenig. Die wahre Stärke liegt darin, selbst für seine Überzeugungen einzustehen, notfalls gegen die anderen. 

Angespannt folgten die anwesenden Jugendlichen samt Lehrerschaft seiner beeindruckenden Schilderung von Enttäuschung, Wut und Unzufriedenheit, in deren Schatten er aber niemals zurückgesteckt hat. Auf fast wundersame Weise ist es ihm gelungen, trotz Behinderung seine Botschaft über Toleranz bis hin vor den deutschen Bundespräsidenten zu bringen. Sein Motto, an sich zu glauben, hat ihm zahlreiche Ehrungen beschert.
Alle Anwesenden zeigten nicht nur große Anteilnahme, sondern empfanden tiefen Respekt und Anerkennung für seine Lebensgeschichte. Rickels' Fazit, das er stets mit viel Witz in der Sprache der Jugendlichen formulierte, ist Ansporn und Warnung zugleich: Eine klare Ablehnung von Gewalt und der ungebrochene Wille und Glaube an sich selbst, "machen dich cool" und nicht "irgendwelche Klamotten", in denen "du aussiehst wie ein Affe". Denn, so Rickels, "man erntet, was man sät".

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